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Serenadenkonzert in der historischen Mühle an der Gersprenz

Sonntag, 24.06.2018, Kategorie:

TVH2

Unter der Leitung von Patrick Günther zog das 30-köpfige Orchester die Zuhörer im dicht besetzten Hof der Langfeldsmühle in seinen Bann.

Kraftvoll legten die Blasmusiker los bei ihrem mittlerweile 10. Serenadenkonzert im malerischen Innenhof der Langfeldsmühle. „Einzug der Gladiatoren“ nannte sich das Stück von Julius Fucik, das vor allem durch seinen Einsatz in Zirkusshows bekannt ist. Christel Winter moderierte jedes der folgenden Musikstücke an und erzählte dem zahlreichen Publikum stets Wissenswertes über das Gehörte.
So lieferte Giaccomo Rossini die Vorlagen für das Opern-Medley, bei dem es mal schwungvoll, leichtfüßig tirilierend, dann wieder getragen oder gar dramatisch durch die Notenblätter ging. In der „New York Overture“ von Kees Vlak erlebten die Zuhörer die Vielfalt der Bevölkerung im Schmelztiegel New York mit. Speziell für Blasorchester geschrieben, wurde das Stück den vielen musikalischen Einflüssen gerecht, die auch in der Metropole jenseits des großen Teiches wirken. Das Musical „West Side Story“, von Leonard Bernstein 1957 geschrieben, wurde ebenfalls in mehreren bekannten Sequenzen wiedergegeben. Nach der kurzen Pause, in der der Wirt der Langfeldsmühle mit seinem Team für Stärkung sorgte, wurde es noch einmal majestätisch mit „El Capitan“ von John Philip Sousa. Durch Ernst Mosch bekannt gemachte Blasmusik wie die „Anna Polka“ oder die Polka „Die Liebste“ von Jaroslav Tvrdy regten zum Mitklatschen an. Ein Auszug aus dem Musical „Joseph“ von Andrew Lloyd Webber erzählte auf sehr melodische Weise von der bekannten gleichnamigen Geschichte aus der Bibel. Beim nächsten Vortrag stellten sich ein paar Solisten aus dem Orchester vor und versetzten die begeisterten Zuhörer „In Dixie Mood“. Jean Treves ist der Komponist so bekannter Melodien wie „Mr Sandman“, „You are my Sunshine“ und „Bei mir bist du schein“. Thiemo Kraas arrangierte das nun folgende Medley „80er Kult-Tour“ mit einem Augenzwinkern, wie Winter ansagte. Bei hochkarätiger Popmusik der 80er Jahre durften Gassenhauer wie „Sternenhimmel“, „1001 Nacht“ oder „Skandal im Sperrbezirk“ natürlich nicht fehlen und viele Gäste sangen fröhlich mit. Das romantische Ambiente der Langfeldsmühle und die hervorragende Akustik des Innenhofs paarten sich mit dem Können der rund 30 Musiker, die unter der Leitung von Patrick Günther wieder einmal ein bezauberndes Konzert in den Abendstunden lieferten. Weit über Hergershausens Grenzen haben sich diese Serenadenkonzerte herumgesprochen und so ließen die Zuhörer das Orchester des Turnvereins nicht ohne Zugabe gehen. Erst brachte Egerländer Musik noch einmal mächtig Schwung in die Stuhlreihen, denn „Ohne Liebe geht es nicht“. Mit einer romantischen, modern verarbeiteten Melodie von Mozart, der „Salzburg Impression“ entließen die Musiker das Publikum abschließend in einen entspannten Sonntagabend. Wer Spaß am Musizieren in einem gut aufgestellten Blasorchester hat, darf gerne einmal freitags zu den Proben im Bürgerhaus Hergershausen von 20 bis 22 Uhr kommen. kb

Bericht und Foto: Babenhäuser Zeitung