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HMM – Rope Skipper zeigen im Odenwald Spitzenleistungen

Sonntag, 09.02.2020, Kategorie:

20200213-HMM-AK3

Höchstpunktzahl 10 bei Hessenmeisterschaften im Rope Skipping mehrfach vergeben. Gastgeber TSV Höchst stellt zwei Teams, die gut abschneiden.

Die Höchsterinnen (von links) Leni Hallstein, Jette Stapp, Hanna Ramsauer und Alessia Pumo belegen bei den Hessenmeisterschaften hinter Hanau den zweiten Platz. Mit zum Team gehört auch Amelie Bär.
HÖCHST – Seilspringen auf absolutem Topniveau mit spektakulären Sprüngen und atemberaubender Akrobatik gab es am Wochenende (09.02.2020) in Höchst in der Großsporthalle zu sehen. Dort richtete die Turnabteilung des TSV Höchst die hessischen Mannschaftsmeisterschaften im Rope Skipping aus. Gekommen waren 31 Teams mit insgesamt 140 Springerinnen und Springern. Darunter auch Athleten der TG Rüsselsheim und der TG Hanau, die in der Weltspitze mitspringen und bereits einige internationale Titel vorweisen können. Die einzelnen Mannschaften, die aus mindestens vier Personen bestehen müssen, hatten einen Mehrkampf, bestehend aus vier verschiedenen Speed-Disziplinen (möglichst viele Seildurchschläge in einer vorgegebenen Zeit) und vier Freestyle-Darbietungen, zu absolvieren. Die Freestyles mit einer Länge von höchstens 75 Sekunden sind selbst zusammengestellte Choreografien aus Sprüngen und turnerischen Elementen, die von den Kampfrichtern nach Schwierigkeitsgrad (Level) sowie Qualität der Ausführung und Kreativität der Darbietung (Krea) benotet werden. Gesprungen wird hierbei mit Einzelseilen (Single Rope), so wie man das vom traditionellen Seilspringen kennt, als auch mit zwei langen Seilen, die von zwei Teammitgliedern geschwungen werden und in denen turnerische und akrobatische Elemente gezeigt werden (Double Dutch).Vom Ausrichter TSV Höchst gingen zwei Mädchenteams an den Start. Für die Jüngsten (AK 3, 12 bis 14 Jahre) war es eine Premiere. Amelie Bär, Leni Hallstein, Alessia Pumo, Hanna Ramsauer und Jette Stapp starten zum ersten Mal als Team auf überregionaler Ebene und absolvierten den reduzierten Einsteiger-Mehrkampf, bestehend aus jeweils zwei Speed- und Freestyle-Disziplinen. Beim Speed-Wettbewerb machte sich die Nervosität bemerkbar, was zu etlichen Hängern führte, weshalb das Team nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten konnte. Die beiden Freestyles sprangen die jungen TSV-Skipperinnen jedoch recht souverän, holten damit ordentlich auf und schafften in der Gesamtwertung den zweiten Platz hinter dem starken Team aus Hanau.
Mit dem vollen Wettkampfprogramm und Hoffnungen auf eine DM-Qualifikation startete das Höchster AK2-Team (15 bis 17 Jahre). In der Besetzung Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul hatten die Höchsterinnen bereits vergangenes Jahr in Graz bei den Europameisterschaften die deutschen Farben vertreten. Mit 321 Sprüngen in der 4 x 30 Sekunden Single-Rope-Staffel kamen sie sehr gut in den Wettkampf und setzen sich an die Spitze des Feldes. Auch die Leistungen in den nächsten Speed-Disziplinen waren konkurrenzfähig. Lediglich im neu eingeführten Double Dutch Speed Sprint gab es ein paar Hänger zu viel. Die nachfolgenden Freestyles wurden solide, wenn auch nicht ganz fehlerfrei gesprungen. Alle Wertungen waren deutlich besser als im vergangenen Jahr, sodass die Springerinnen mit sich zufrieden waren, zumal sie erstmals in der höheren Altersklasse gegen deutlich ältere Konkurrenz antreten mussten. Die Freestyles der TG Rüsselsheim waren insgesamt aber etwas besser, sodass für das Höchster Team die Silbermedaille heraussprang. Zwar fehlten mit einer Gesamtpunktzahl von 1612 Punkten am Ende knapp 40 Zähler für die DM-Qualifikation, doch freuten sich die Mädchen auch über das Startrecht beim Bundesfinale im März in Rüsselsheim. Freuen durften sich auch die Zuschauer über etliche beeindruckende Freestyles in den Männer- und Frauenklassen. Hier gab es manchen Bewunderungsruf und viel Applaus vom Publikum. Mehrfach wurde auch die Höchstpunktzahl 10 für die Level-Wertung gegeben. Viel Lob für die gute Ausrichtung der Meisterschaften gab es auch vonseiten des Hessischen Turnverbandes. Die Wettkampfbeauftragte Mareike Zankl freute sich, mit dem TSV Höchst einen neuen Ausrichter für Meisterschaften gefunden zu haben, und bedankte sich bei TSV-Organisatorin Tamara Ripperger und dem Team für den reibungslosen Ablauf. Der Verein gibt dieses Lob weiter an alle Helfer, die mit viel Einsatz vor, während und nach der Veranstaltung zum Gelingen beigetragen haben.

Bericht: Jürgen Paul
Foto: Joaquim Ferreira