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ERSTER PLATZ: TV 1891 BABENHAUSEN (SPORTKREIS DARMSTADT-DIEBURG)

Dienstag, 14.08.2018, Kategorie:

Bild Preisverleihung Kooperationspreis LSBH

15.08.2018 Landessportbund zeichnet am 14.08.18 fünf Vereine mit Kooperationspreis „Sportverein und Schule“ aus

Kooperationen, die bilden und bewegen

Der Landessportbund Hessen (lsb h) und das Hessische Kultusministerium (HKM) haben fünf Sportvereine für ihre vorbildhafte Zusammenarbeit mit Schulen ausgezeichnet. Die Plätze eins bis fünf des „Kooperationspreises Sportverein und Schule“ gingen an den TV 1891 Babenhausen, den DTV „Die Kängurus“, den TV 1890 Breckenheim, den TSV 1859 Schotten und den Basketballclub Marburg.
Der mit 4.000 Euro dotierte Preis ist Teil der Kampagne „Sport bildet und bewegt – in Schule und Verein“, die der Landessportbund 2017 ins Leben gerufen hat. „Dass Sport bewegend ist, gehört zum Allgemeinwissen. Sport leistet aber auch einen wichtigen Bildungsbeitrag – weit über die Vermittlung von Werten hinaus. Zahlreiche Studien beweisen, dass sich Bewegung nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Kindern positiv auswirkt. Mit unserer Kampagne möchten wir dieses Wissen in die breite Öffentlichkeit tragen“, erläuterte Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident Schule, Bildung und Personalentwicklung des lsb h, bei der Preisverleihung. Wichtiger Bestandteil davon sei der Kooperationspreis.
Denn: „Sportverein und Schule, das sind heute im Idealfall zwei Seiten derselben Medaille, die sich sehr gut ergänzen. Die Zusammenarbeit beider ist gerade in Zeiten von stetig wachsenden Ganztagsangeboten unabdingbar für den Erfolg der Angebote in der Schule, aber selbstverständlich auch im Verein. Die heute ausgezeichneten fünf Sportvereine bzw. die Modelle der Kooperation von Sportvereinen und Schulen haben daher eine Leuchtturmfunktion in der hessischen Bildungslandschaft und laden geradezu zum ‚Nachmachen‘ ein“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

ERSTER PLATZ: TV 1891 BABENHAUSEN (SPORTKREIS DARMSTADT-DIEBURG)

Der TV 1891 Babenhausen kooperiert seit 1991 mit der Edward-Flanagan-Schule (Förderschule), seit 1992 mit der Joachim-Schumann-Schule (IGS) sowie seit 2000 mit der Grundschule im Kindergarten. Kultusminister Lorz bezeichnete den ersten Sieger in seiner Laudatio deshalb als „Vorreiter und Vorbild“: „Vor mehr als 25 Jahren ist der TV 1891 Babenhausen seine erste Schulkooperation eingegangen. Die positiven Erfahrungen, die der Verein, die drei beteiligten Schulen und vor allem die Schüler in dieser Zeit gesammelt haben, zeigen, dass Kooperationen gewinnbringend sind und keineswegs nur ein nötiges Übel in Zeiten von Ganztagsschulen“, so der Minister. Er lobte den Verein für seine große Bandbreite an sportlichen und Bildungsangeboten.

Die Jury hatte in ihrer Begründung die hohe innovative Kraft sowie die Nachhaltigkeit der Kooperationen hervorgehoben. So bietet der Verein aus dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg nicht nur Arbeitsgemeinschaften am Vor- und Nachmittag an. Er stellt für die Schüler der Joachim-Schumann-Schule auch Betriebs- und Sozialpraktikumsplätze zur Verfügung. An der Grundschule unterstützen FSJ-Kräfte des Vereins jegliche Sportstunden, außerdem ermöglichen qualifizierte Übungsleiter den Viertklässlern eine zusätzliche Sportstunde pro Woche. Den Schwimmunterricht der Schüler gestalten Lehrer und Übungsleiter gemeinsam. „Diese Beispiele zeigen, wie eng und vertrauensvoll Schulleitung, Schulverwaltung und Verein zusammenarbeiten. Es ist die gegenseitige Wertschätzung, die diese Kooperation so erfolgreich macht“, zeigte sich der Kultusminister überzeugt.
Mit seinem breit gefächerten Angebot – von Ballspielen über Wassergewöhnung bis zum Einradfahren – wecke der Verein Lust auf Vereinssport. Der TV 1891 Babenhausen setzt dabei auf eine breitensportliche Ausrichtung. Ziel des Vereins ist es, ein Zeichen gegen Bewegungsarmut zu setzen und vor allem sozial schwachen Schülern und Schülern mit Migrationshintergrund einen Zugang zum Verein zu ermöglichen. Hervorragend ausgebildete Übungsleiter, die ihr fachspezifisches Wissen regelmäßig an die Lehrkräfte weitergeben, sowie die Möglichkeit auf Beitragsbefreiung tragen hierzu bei. Zudem unterstützt der Verein die Schulen bei der Durchführung von Projektwochen und Schulfesten – und das seit einem Vierteljahrhundert. Die Kooperation ist aber nicht nur aufgrund ihrer zeitlichen Länge absolut nachhaltig: Sie steht durch die Nutzung unterschiedlicher Fördermittel auch finanziell auf soliden Beinen. Zudem gelingt es regelmäßig, Schüler für eine Vereinsmitgliedschaft zu begeistern. „Diese Kooperation“, brachte es Laudator Lorz auf den Punkt, „kennt nur Gewinner.“