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Dieburg wieder in Liga 2

Sonntag, 25.02.2018, Kategorie:

M1_Mannschaftsfoto

Für den TV Dieburg waren im Einsatz: Florian Herget, Jonas Knieß, Julian Schupp, Marc Schmidt, Nico Kovacs, Tobias Cronauer, Torsten Stix und Wolfgang Dischka.

Ein famoses Wochenende liegt hinter der jungen Truppe um Betreuer Wolfgang Dischka. Nach zwei Niederlagen 1:3 gegen Ausrichter TV Dörnberg und 0:3 gegen Mitaufsteiger TV Waibstadt – Faustball stand der TVD mit gerade einem gewonnenen Satz am Tabellenende und damit mit dem Rücken zur Wand. Doch der zweite Tag sollte die Wende bringen, denn mit 3:0 gegen den badischen TV 1846 Bretten Faustball und einem 3:1 gegen den saarländischen TV Homburg/Blickweiler hatte das Team einen Satz mehr gewonnen als der besagte TV Bretten. Damit ist die Mannschaft hinter dem TV Waibstadt als zweiter in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Anfangs schien alles gut zu laufen beim Team rund um Kapitän Julian Schupp. Mit 6:11 konnte der Ausrichter TV Dörnberg in Satz eins geschlagen werden, die Angreifer Jonas Knieß und Marc Schmidt punkteten nach Belieben. Eine personelle Umstellung auf gegnerischer Seite und der damit verbundenen neuen Angabe ließ den Erfolgsfaden reißen. Mit schwachen Annahmen, unkonstanten Zuspielen und einigen Fehlern aus der eigenen Angabe heraus musste man die folgenden drei Sätze mit 11:5 herschenken.
Auch in Spiel 2 des Tages sollte es nicht besser laufen. Mit dem TV Waibstadt sollte das vermeintlich stärkste Team des Turniers auch kein leichter Gegner werden. Jonas Knieß hatte an diesem Tag nicht die Durchschlagskraft, die Abwehrreihe um Tobias Cronauer und Torsten Stix konnte sich keine Auszeichnung in Sachen Abwehr & Zuspiel verdienen. Lediglich Nico Kovacs (eingewechselt ab dem 1. Satz) konnte an seine Normalform anknüpfen und spielte frei auf. Mit 6:11, 10:12 & 3:11 konnte der TV lediglich den zweiten Satz etwas enger gestalten. Missmutig und mit wenig Hoffnung musste das Quartier bezogen werden, zumal alle Hoffnungen genommen schienen, als die Nachricht der Aufstiegsspiele 1. Bundesliga Süd auf den Displays erschien. Kein Westvertreter konnte sich qualifizieren, somit würde es keinen 3. Aufsteiger geben.
Wenigstens, so das Ziel für Tag 2, wollte man zeigen, zurecht in der Runde der Besten des jeweiligen Turnverbandes zu sein. An einer theoretischen Chance wollte sich zu dieser Zeit niemand festhalten. Die Partie gegen den TV Bretten begann viel versprechend, die am Vortag fehlende Ballsicherheit war wie aus dem Nichts zurückgekehrt und auch beide Angreifer, Jonas Knieß und Marc Schmidt, punkteten ein ums andere mal. Kurz gespielte Bälle wurden durch mehr oder weniger elegante Hechtsprünge entschärft und in Punkte umgewandelt. Bei Satzergebnissen von 12:10, 11:9 und 11:9 kann man wahrlich nicht von einer eindeutigen Angelegenheit sprechen, dennoch konnte ein perfektes 3:0 für den TV Dieburg auf das Konto gebucht werden. Die Sensation wäre also noch möglich. Den vielen Rechnereien ging man aus dem Weg, ein gutes Spiel sollte ein versöhnliches Ende bringen. Im Spiel des Ausrichters gegen Bretten half auch ein 0:3 keinem der Beiden, um einen möglichen Aufstieg erreichen zu können. Der Showdown stieg also zwischen Blickweiler und Dieburg, der Sieger steigt auf, dem Verlierer bleibt nur der Trostpreis. Das Spiel gestaltete sich als wahrer Krimi. Mit 12:10 konnte man den ersten Satz nach einer eher schwächeren Leistung gewinnen, mit vielen Eigenfehlern musste man sogar Satz 2 mit 6:11 abgeben. Doch nun zeigte sich die wahre Stärke des Teams. Kampfgeist. Zusammenhalt. Siegeswille. Mit 11:9 und 11:8 konnte man den 3:1 Sieg perfekt machen. Doch nun die entscheidende Frage: Hat das 3:1 zum Aufstieg gereicht? Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, am Feldrand wurde bereits während des Spiels gerechnet. Der TV Dieburg hat es geschafft, nach Licht und Schatten, den Aufstieg perfekt zu machen. Dem Jubel stand nun nichts mehr im Wege, die Fastenzeit sogar kurzzeitig ausgesetzt.
In den folgenden Wochen wird regeneriert und bereits die Feldsaison vorbereitet.
Ein großer Dank geht an die Fans, die die Reise auf sich genommen haben. Auch wenn wir Samstag nicht beeindrucken konnten, so haben wir euch hoffentlich mit dem Ergebnis überzeugen können

Bericht und Foto: Matthias Klenk