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Zehn Jahre Tanztee in Münster

Sonntag, 21.10.2018, Kategorie:

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Einmal im Jahr wird in der Kulturhalle zu gepflegter Musik getanzt. Die Resonanz ist ungebrochen groß.

Beim Tanztee in Münster ist der Andrang so groß, dass inzwischen sogar auf zwei Ebenen getanzt wird.
MÜNSTER – Der Tanztee in der Münsterer Kulturhalle gehört seit einem Jahrzehnt zum kulturell-sportlichen Programm im Ort. Einmal im Jahr wird dazu von der Gemeinde eingeladen. Das hat sich inzwischen weit bei Leuten herumgesprochen, die gepflegte Tanzmusik lieben, Gesellschaftstänze wie Tango, Foxtrott, Walzer und Quickstepp bevorzugen, zwischendurch auch mal gerne eine Rumba oder einen Swing aufs Parkett legen oder einen Boogie wagen.

Überwiegend Gäste aus anderen Orten

Da bei den Tanztees obendrein kein Eintritt erhoben wird, es sich der Bürgermeister nicht nehmen lässt, Grußworte als Gastgeber zu sprechen, bevor die Kaffeetafel eröffnet und die Bigband des Turnvereins loslegt, ist jeweils guter Besuch garantiert.
„Es kommen da inzwischen überwiegend Tanzfreunde von auswärts, die auf dem Parkett die Show machen“, hat zum Beispiel der Münsterer Jürgen Gille fast neidvoll registriert, der mit seiner Frau schon Tanztees besucht hat. In der Tat hat sich einiges gewandelt. Gestartet worden war in der Amtszeit von Bürgermeister Walter Blank einst im kleinen Saal der Gersprenzhalle, wo die Bigband direkt vor den Tänzern musizierte. Dann zog man mit der Tanzfete in die Kulturhalle um. Dort reichte einige Jahre das Parkett zu Füßen der großen Bühne für die Tanzpaare voll aus. Das ist längst nicht mehr genug. So wurde die Halle hinter den gestaffelten Sitzreihen auch auf voller Breite zum oberen Foyer hin geöffnet, auf dem inzwischen ebenfalls Tanzpaare wirbeln. Wie auch jüngst wieder, als Armin Obert mit der Big Band zum Tanze bat und Christian Lotz die etwa dreißig Tanznummern ansagte, wie die Rumba „Strangers in the Night“, den „Kriminal-Tango“, den Wiener Walzer „Tulpen aus Amsterdam“, den Tango „Petite Fleur“, den Foxtrott „Summertime“ oder den Langsamen Walzer „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.
Da war auch schon das Zuhören ein Genuss für alle, die zwischendurch auch mal eine Pause einlegen wollten.
Im kommenden Jahr werden die Big Band und die Gemeinde am Pfingstsamstag zum Tanz bitten – zum „Pfingstball“.

Bericht und Foto: Michael Prasch