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KONZERT Gammelsbacher Blaskapelle überrascht in Beerfeldens Oberzenthalle mit abwechslungsreichem Repertoire

Mittwoch, 27.04.2016, Kategorie:

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Es war bereits das 18. Konzert seiner Art: Alle zwei Jahre tritt die Blaskapelle des TV Gammelsbach am Ostersamstag in der Oberzenthalle von Beerfelden auf. Und die Anhänger und Freunde der Blasmusik kamen wieder in Scharen aus der gesamten Oberzent. Sie wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.
Unter bewährter Stabführung ihres Dirigenten Horst Petersik boten die 35 Musikerinnen und Musiker der Blaskapelle Gammelsbach zunächst Marsch-, Walzer- und Polka-Musik, immer wieder eingeflochten mit Gesangseinlagen von Nora Wieprecht, Torsten Johann, Andreas Schmelzer und Thorsten Schaal.

Bernd Heimer moderierte den Abend, stellte die Komponisten der Stücke vor und jene Stars, die diese populär gemacht haben – und das ebenso locker wie humorvoll.
Dem Auftakt des Abends, es war ein schwungvoller Marsch, folgte „Böhmische Liebe“, gefühlvoll gesungen vom Duo Nora und Torsten. Die Titel „In der Gartenlaube“ und „Polka für Zwei“ stammen aus dem Repertoire von Ernst Mosch, im zweiten Stück stellten sich die Instrumentalsolisten Markus Heinlein am Flügelhorn und Torsten Frais am Tenorhorn vor.
Es folgte eine mährische Polka, den anschließenden Walzer „Rote Rosen“ sang früher einmal Ernst Mosch, in Beerfelden waren es Nora und Torsten mit viel Leidenschaft. Darauf folgte die mährische „Finkensteiner Polka“. Der Schlagzeuger Klaus Johann wechselte zum Vergnügen der Zuhörer sein Instrument, bei der „Löffelmeister Polka“ schlug er gekonnt mit zwei Löffeln den Takt.
Ein Bravourmarsch der „Egerländer Rebellen“, der Marsch „Kaiserin Sissi“, bildete den Auftakt zum zweiten Programmteil. Darauf folgte vom britischen Komponisten Albert Ketèlbey „Auf dem persischen Markt“, ein sehr malerisches Stück, eine Reise in den Orient der 1920er Jahre. Die Mosch-Polka „Hm, Hm sag ich aus Liebe zu dir“ intonierten Andreas Schmelzer und Thorsten Schaal. Es folge „Träumerei“ mit lyrischen Klarinetten und der schmissige Marsch „Graf Lamberg“.
Nach der volkstümlichen Blasmusik bewiesen die Gammelsbacher Musiker, dass sie sich auch auf der modernen Schiene bewegen können. Im nachfolgenden Medley sang Nora Wieprecht etliche Erfolgslieder aus dem Album von Connie Francis und bekam stürmischen Applaus. Es folgte eine Hommage an die in den vergangenen Jahren verstorbenen Musiker. Von Deutschlands größtem Bandleader James Last war „Morgens um sieben“ zu hören, von Udo Jürgens folgte „Ein ehrenwertes Haus“, von Max Greger „Tequila“ und von Paul Kuhn „Der Mann am Klavier“ mit Thorsten Schaal am Piano.
Im dritten und letzten Programmteil folgte ein schmissiger Titel „Trompetenfiesta“, mit nicht weniger als 13 Trompetern im Orchester, vier waren als Gäste zur Verstärkung des Sounds anwesend. Aus der Filmmusik „Wie im Himmel“ der schwedischen Komponisten Stefan Nilsson und Py Bäckman sang Nora Wieprecht mit wohlklingender Stimme im schwedischen Originaltext „Gabriellas Sang“, wofür sie erneuten tosenden Applaus bekam.
„Wigwam“ hieß der nachfolgende Instrumentaltitel vom Folk- und Rockmusiker Bob Dylan, die Gammelsbacher Blaskapelle spielte mit groovigem Bass, das dröhnte bis in die Zehenspitzen. Am Staatstheater Darmstädter wurde kürzlich mit großem Erfolg Flashdance gespielt, den Film gibt es seit 1983 immer wieder in den Kinos zu sehen. In Beerfelden sang Nora Wieprecht das Lied „Flashdance …What a Feeling“ – welch gewaltige Stimme. Zum Fast-Ende des tollen Konzertabends sangen Nora und Torsten noch einmal gemeinsam eine Pop-Ballade von Rainhard Fendrich „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“. Gänsehaut Feeling vermittelte Noras Schlusslied „There you’ll be“ aus dem Film „Pearl Harbor“.
Ein wunderschöner Konzertabend mit einem breit gefächerten, niveauvollem Programm ging zu Ende. Lang anhaltender Applaus der Zuhörer war das Dankeschön an alle Musiker der Gammelsbacher Blaskapelle.
Bericht: Heidemarie und Ekkehard Canis
Foto: von der Kapelle