| AUS: Trendsport Parcour |
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Turngau Odenwald Neue Trendsportart "Parkour" ![]() Lehrgangsteilnehmer am 05.11.2011 in Reinheim weitere Bilder unter Galerien/Veranstaltungen Der Turngau Odenwald hatte alle Absolventen der Übungsleiter-Assistenten-Ausbildung der letzten drei Jahre zu einem Lehrgang am 5. November 2011 nach Reinheim eingeladen. Dort wird seit ca. 2 Jahren beim TV 1888 Reinheim unter der Leitung von Simon Schneider und Felix Segebart Parkour geturnt. Diese Sportart hat vor Ort großen Zuspruch in allen Altersklassen. Wie wird Parkour in Reinheim praktiziert: Simon und Felix gaben den Teilnehmer/innen einen kurzen Überblick. Parkour ist eine Trendsportart, die in der ganzen Welt großen Anklang findet. Das ist auch kein Wunder, wer lässt sich nicht gerne von Saltos, Schrauben und Tricks jeglicher Art faszinieren? Jedoch sollte man, um diesen neuen Trendsport zu verstehen, erst einmal verstehen aus was dieser Sport zusammengesetzt wird. Zuerst betrachtet das „Parkour“ in seiner Reinform, wo es darum geht möglichst schnell von A nach B zu kommen, sprich Luftlinie. Hierbei versucht man jedes auftauchende Hindernis, sei es Mauer, Geländer, Hausdach, mittels Sprünge, Rollen o.ä. zu überqueren. Eine weitere Sportart, die großen Einfluss auf diese Szene hat, ist das so genannte „Tricking“. Dies setzt sich aus verschiedenen Kampfkünsten, so wie Bodenturnen und Breakdance zusammen. Man versucht durch diese verschiedenen Einflüsse eine Reihe von Bewegungsabläufen zu kombinieren und sogar neu zu entwickeln. Mit anderen Worten man versucht Saltos, Schraube und Tritte auf irgendeine Art am Boden zu verbinden.Aus Tricking und Parkour ergab sich so eine weitere neue Sportart, das „Freerunning“. Da es eine Kombination aus beiden ist, bewegt man sich jetzt hier so wohl auf Mauern, Geländern und Häuserdächern, sowie auf dem Boden. So wird versucht jetzt Tricking-Elemente, wie ein Salto von Mauern zu machen und diese durch Elemente vom Parkour, wie das Abrollen zu verbinden. Durch die starken Überschneidungen dieser drei Sportarten, die auch als „Künste“ bezeichnet werden, fällt es schwer sich auf eine Sache zu spezialisieren, sodass man sich in allen drei Feldern bewegt. Dadurch kommt es zu immer mehr Variationen an Tricks, eigenen Bewegungen und Überschreitung der eigenen Grenze. Denn das ist es, was diesen Sport ausmacht. Es geht nicht mehr wie beim Turnen zum Beispiel, um die vorgegebene Perfektion einer Bewegung, sondern jeder muss diese Perfektion für sich selbst finden. Jeder Einzelne entwickelt seinen eigenen Style, den er erweitert, verbessert und den er mit anderen austauscht. So gibt es einen stetigen Wandeln in dieser Sportart, der sich nach einem Prinzip richtet: „Überschreite jedes Limit“. Nach diesen Erklärungen gab es ein Warm-Up für Alle. Dann wurden aus der Gruppe einige Beispiele, wie man Parkour turnt vorgeführt, Sprünge über mehrere Kästen, Boden, Reck, Taue, usw. Einige Turner aus der Gruppe verteilten sich an verschiedenen Stationen, dort konnten die Kursteilnehmer selbst unterschiedliche Erfahrungen machen, was auch gut angenommen wurde. Hermann Graf, stellvertretender Vorsitzende vom Turngau Odenwald bedankte sich nach dem Lehrgang bei Allen für ihr Engagement für das Turnen und stellte fest, dass jeder der Akteure bestimmt neue Erkenntnisse mit nach Hause nimmt. Vertreten war der Turngau auch durch den Beauftragten von Schule und Verein Stefan Heckmann. Ludwig Heist, 1. Vorsitzende des TGO`s kam während der Veranstaltung zum Guten Tag sagen. Zum Schluss wurden alle Turnbegeisterten zu einer Stärkung vom TGO eingeladen. Bericht von Simon Schneider und Monika Martin |



